Angeln - mal eine ruhige, mal eine anstrengende Wassersportart



Angler in Südfrankreich

Ob Angeln zu den Wassersportarten gehört, darüber gehen die Meinungen auseinander. Viele Nichtangler haben das Bild einsamer Männer vor Augen, die in alten Klamotten an einem Seeufer sitzen und auf einen Biss eines Fisches warten - das berühmte "Würmerbaden". Mit Sport hat das dann weniger zu tun, es scheint eher ein Hobby zu sein.

Echte Sportangler sieht man in der Öffentlichkeit eher selten. Wenn Otto-Normalbürger noch schläft, stehen sie morgens früh auf, auch am Samstag und Sonntag, und suchen sich Gewässer bzw. Gewässerbereiche aus, die abseits gelegen sind, um dort ihrer Passion nachzugehen.

Es sind Angelstellen, zu denen man oft nur nach einen längeren Fußmarsch gelangt.

Angeln als Wassersport



Angelboote an einem norwegischen Fjord

Echte Sportangler versprechen sich von diesen abseits gelegenen Angelstellen mehr Ruhe und bessere Fänge, nicht ohne Grund, da viele Angler doch faul sind, wie andere Menschen auch und nicht laufen möchten. Diese Petrijünger sind im Urlaub oft in einsamen Regionen zu finden, an Gebirgsseen in Nordeuropa beispielsweise, die man nur nach viele Stunden Marsch erreichen kann. Zelt, Verpflegung und Equipment müssen auch noch geschleppt werden, nichts für Weicheier und ein Beweis, dass viele Angler echte Sportler sein.

Der Marsch zum Angelplatz ist nicht die einzige Betätigung, Spinn- und Fliegenfischer bewegen sich den ganzen Tag von einer erfolgversprechenden Stelle zur anderen und schwingen dabei kräftig die Angelrute.

Ähnlich verhält es sich bei Bootanglern, auch sie müssen oder wollen sich bewegen. Sie rudern oder paddeln von einem Hotspot zum nächsten, um den erhofften Zielfisch keschern zu können. Hier von (angelnden) Wassersportlern zu sprechen ist sicherlich vollkommen berechtigt.

Wassersport am oder auf dem Meer



Englische Karpfenangler in der Extremadura

Auch am Meer ist Angeln Sport pur. Meerforellenfischer legen am Tag oft sehr viele Kilometer zurück, um die begehrten Salmoniden an den Haken zu kommen und dies nicht nur, um Meerforellen oder als „Beifang“ Lachs, Dorsch, Pollack, Wolfsbarsch oder Makrele auf die Kiemen zu legen. Bei unseren nördlichen Nachbarn gehört es zum guten Ton die Angelstelle nach einigen Würfen zu wechseln, damit andere Sportangler auch zum Zuge kommen. Ansonsten könnten zwei hat oder drei Angler einen Hotspot wie eine Landzunge den ganzen Tag zu „sperren“, was in Dänemark als unsportlich betrachtet wird.

Auch Kutterangeln kann in echte Arbeit ausarten. Den ganzen Tag lang Bleigewichte von mehreren hundert Gramm in Richtung Meeresgrund sinken zu lassen und wieder nach oben zu kurbeln, das kann in Arbeit ausarten, schließlich hängt auch ab und zu mal ein Fisch mit am Haken. Ganz zu schweigen von Big Game Fishing, wenn zentnerschwerde Schwertfische, Thune oder Heilbutt auf den Köder reingefallen sind.



 
 
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